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Kraftfahrzeugmechatroniker/in – Karosserietechnik

Was macht man in diesem Beruf?

Kraftfahrzeugmechatroniker/innen mit dem Schwerpunkt Karosserietechnik beurteilen Schäden an Fahrzeugkarosserien bzw. Karosserie­, Leichtbauteilen und Aufbauten. Mit optischen Messverfahren stellen sie z.B. fest, wie stark der Rahmen eines Autos nach einem Unfall verzogen ist, oder ermitteln die Tiefe der Dellen nach einem Hagelschaden. Die verzogenen Rahmen bringen sie mithilfe von Richtmaschinen wieder in Form. Lohnt sich eine Reparatur nicht mehr, wird das Karosserieteil ausge­tauscht.
Kraftfahrzeugmechatroniker/innen reparieren Lackschäden, polieren und konservieren Lackoberflä­chen. Kleine Schäden bearbeiten sie nach Smart­Repairerfahren. Sie ziehen dabei z.B. kleine Del­len lackschonend heraus oder beheben Schäden der Fahrzeugverglasung. Mithilfe elektronischer
Messwerkzeuge führen sie Fahrwerksvermessungen durch oder ermitteln den Zustand von Brems­, Dämpfungs­ und Niveauregelungssystemen, Klimaanlagen und Sicherheitssystemen. Kunden beraten sie z.B. bezüglich Reparaturen oder geben Tipps zur Fahrzeugpflege.

 

Wo arbeitet man?

Beschäftigungsbetriebe:

Kraftfahrzeugmechatroniker/innen mit dem Schwerpunkt Karosserietechnik finden Beschäftigung in erster Linie in Reparaturwerkstätten, in Karosseriebaubetrieben und bei Herstellern und Ausrüstern von Kraftwagen.

Arbeitsorte:

Kraftfahrzeugmechatroniker/innen mit dem Schwerpunkt Karosserietechnik arbeiten in erster Linie in Werkstätten und Fertigungshallen.

 

Worauf kommt es an?

Anforderungen:

  • Sorgfalt (z.B. beim Vermessen von Fahrzeugkarosserien und Konservieren von Oberflächen)
  • Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Einstellen und Warten sicherheitsrelevanter Bauteile)
  • Handwerkliches Geschick und Auge­Hand­Koordination (z.B. beim Kleben von Karosseriebautei­len und Auftragen von Lacken)
  • Technisches Verständnis (z.B. Ermitteln der Ursachen von Fehlern, Störungen und Schäden)

Schulfächer:

  • Werken/Technik (z.B. zum Durchführen von Instandsetzungsarbeiten)
  • Mathematik (z.B. beim Berechnen von Einstellwerten und Interpretieren von Messwerten)
  • Physik (z.B. zum Verständnis der Fahrzeugtechnik)

 

Was verdient man in der Ausbildung?

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 610 bis € 796 (Handwerk*), € 976 bis € 1.053 (Industrie*)
  • 2. Ausbildungsjahr: € 640 bis € 856 (Handwerk*), € 1.029 bis € 1.102 (Industrie*)
  • 3. Ausbildungsjahr: € 660 bis € 956 (Handwerk*), € 1.102 bis € 1.199 (Industrie*)
  • 4. Ausbildungsjahr: € 700 bis € 1.013 (Handwerk*), € 1.141 bis € 1.264 (Industrie*)
* je nach Bundesland unterschiedlich

 

Welcher Schulabschluss wird erwartet?

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwie­gend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss
ein.

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre

 

Welche Alternativen gibt es?

Wenn es mit dem Ausbildungsplatz zum Kraftfahrzeugmechatroniker/zur Kraftfahrzeugmechatronikerin mit dem Schwerpunkt Karosserietechnik nicht klappt, kann man eine Ausbildung in einem anderen Schwerpunkt oder als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in in Betracht ziehen.

 

Quelle: http://berufenet.arbeitsagentur.de